Das EEG und die Stadtwerke FFB fördert die Erzeugung aus Erneuerbaren Energien

Einspeiser nach EEG

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen unterliegt dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das EEG fördert die Erzeugung aus Wasserkraft, Deponie-, Gruben- und Klärgas, Biomasse, Geothermie, Windkraft sowie solarer Strahlungsenergie. Über aktuelle Änderungen und die aktuell gültige Fassung des Gesetzes können Sie sich beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz informieren.

1. Schriftliche Anmeldung Ihrer Erzeugungsanlage

Nach der schriftlichen Anmeldung und Einreichung sämtlicher erforderlichen Unterlagen durch Ihren Elektroinstallateur werden die Anfragen in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet.

Damit wir Ihre Einspeiseanlage gesetzeskonform vergüten können, benötigen wir einige Unterlagen von Ihnen:

Es ist darauf zu achten, dass unsere Ton-Rundsteuerfrequenz von 492 Hz durch Ihre Eigenerzeugungsanlage nicht beeinträchtigt wird.

Für Fragen stehen Ihnen die Kollegen vom technischen Anschluss gerne zur Verfügung.

2. Netzverträglichkeitsprüfung

Um den günstigsten Verknüpfungspunkt zum vorhandenen Netz für die geplante Anlage zu lokalisieren, ist vorab eine Netzverträglichkeitsprüfung unter Berücksichtigung der örtlichen Netzstruktur erforderlich. Es wird je nach Größe der Anlagen  eine Netzanbindungsprüfung unsererseits oder extern durchgeführt. Hierfür erheben wir eine Kostenpauschale, abhängig von der Größe der Anlage. Nach Erhalt der Einspeisezusage wird Ihnen die Rechnung zugesandt.

3. Einspeisezusage

Innerhalb der gesetzlichen Frist von acht Wochen wird Ihnen schriftlich das Ergebnis für Ihre Stromerzeugungsanlage mit Benennung des Verknüpfungspunktes sowie ggf. weiterer technischer Vorgaben bezüglich des Anschlusses mitgeteilt. Bitte beachten Sie, dass die Einspeisezusage eine beschränkte Gültigkeit hat. Die Gültigkeit finden Sie auf unseren Schreiben "Einspeisezusage".

4. Abnahme

Für die Terminvereinbarung zur Zählermontage setzen Sie sich bitte zwei bis vier Werktage nachdem die Fertigstellungsanzeige Ihrer Erzeugungsanlage an uns gesendet wurde mit unseren Mitarbeitern unter der Rufnummer 08141/401-370 (zwischen 7 und 9 Uhr) in Verbindung. Die Zählermontage durch die Stadtwerke erfolgt im Beisein des Installateurs.

Private Zähler ohne Messstellenbetreiber sind seit dem 01.01.2012 nicht mehr erlaubt.

5. Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist jeweils von der Erzeugungsart, der Leistung und dem Inbetriebnahmejahr der Anlage (bei Photovoltaikanlagen Inbetriebnahmemonat) abhängig. Für den Erhalt der Einspeisevergütung ist die technische Betriebsbereitschaft ausschlaggebend. Diese setzt voraus, dass die Anlage fest an dem für den dauerhaften Betrieb vorgesehenen Ort und mit dem für die Erzeugung von Wechselstrom erforderlichen  Zubehör installiert wurde. Um Unklarheiten zum Inbetriebnahmezeitpunkt bei Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) zu vermeiden, bitten wir Sie uns  Fotos vom Inbetriebnahmetag (mit Datumsanzeige) von den PV-Modulen und dem angeschlossenen Wechselrichter zuzusenden.

Über die aktuellen Vergütungssätze für PV-Anlagen können Sie sich auf der Seite der Bundesnetzagentur informieren.

Meldepflicht Ihrer Erzeugungsanlage

Meldung von Photovoltaikanlagen

Die Anmeldung Ihrer Photovoltaikanlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ist Voraussetzung für den Anspruch auf eine Einspeisevergütung.
Die Meldung muss spätestens vier Wochen nach Inbetriebnahme erfolgen, damit es zu keinen finanziellen Einbußen des Anlagenbetreibers kommt.

Zum Marktstammdatenregister

Direktvermarktung

Zur Auszahlung der Marktprämie gemäß § 20 EEG 2017 müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Alle EEG-/KWKG-Neuanlagen mit einer Leistung über 100 kW müssen in die verpflichtende Direktvermarktung.
  • Bei Nichteinhaltung der Vor-Vormonatsfrist zur Anmeldung wird lediglich in der Zeit bis zum Beginn der Direktvermarktung, jedoch maximal für sechs Monate, eine sogenannte „Ausfallvergütung“ in Höhe von 80% des anzulegenden Wertes gemäß § 21 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2017 ausbezahlt.
  • Bestandsanlagen in der Direktvermarktung (Inbetriebnahme vor dem 01.08.2014), müssen ab dem 01.04.2015 fernsteuerbar sein, um die Marktprämie erhalten zu können.
  • Grundsätzlich muss vom Direktvermarkter eine Fernsteuerbarkeitserklärung an den Netzbetreiber ausgehändigt werden, siehe Downloadbereich.
  • Das Grünstromprivileg entfällt.


Kontakt hinsichtlich Bilanzkreisanmeldungen bzw. Bilanzkreiswechsel unter der E-Mail-Adresse: eeg@stadtwerke-ffb.de, ebenfalls unter Einhaltung der Formvorgabe gemäß MPES der BK6-18-032, siehe Downloadbereich

Ausschreibungspflicht gemäß EEG 2017

  • Ausschreibungspflicht ab 750 kWp, Ausnahme: ab 150 kW bei Biomasseanlagen
  • Zwingende Beachtung der Anlagenzusammenfassung gemäß § 24 EEG 2017

Fragen und Antworten zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz 2017 unter https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/FAQ/EEG-2017/fragen-und-antworten-zum-eeg-2017.html