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Initiative Zukunftswald

21.01.2021

Rund 600 Weißtannen-Setzlinge für den heimischen Wald

Auf Bestreben der Stadtwerke Fürstenfeldbruck hin, wird die ‚Initiative Zukunftswald‘ fortgesetzt. So übergaben kürzlich Vertreter des lokalen Stromversorgers 80 Setzlinge der Weißtanne an die Familie Huber, Waldbesitzer im Großraum Schöngeising. 

Schon seit mehreren Jahren engagieren sich die Stadtwerke Fürstenfeld für die Aufforstung der regionalen Wälder und für einen Waldumbau von einer Monokultur zu einem Mischwald. Bei den Baumpflanzaktionen kooperiert das Unternehmen wie bisher mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck (AELF). 

„Unser Wald ist im Klimastress und so wollen wir mit unserer ‚Initiative Zukunftswald‘ für eine nachhaltige Umweltpolitik und einen Klimaschutz Vorort sorgen“, so erläutert Andreas Wohlmann die Zusammenarbeit. „Die Resultate der bisherigen Pflanzaktivitäten sind vielversprechend und belegen, dass unser Engagement in die richtige Richtung geht. Ein gesunder Wald gewinnt weiter an Bedeutung:  Er bindet als grüne Lunge das Kohlendioxid, produziert lebenswichtigen Sauerstoff, reinigt zudem das Wasser und dient als Wasserspeicher. Der Fortbestand hat höchste Priorität“, erklärt Andreas Wohlmann, Leiter Vertrieb bei den Stadtwerken.

Frau Anna-Marie Huber fügt zustimmend hinzu: „Schon seit Generationen kümmern wir uns um die regionalen Wälder. Mit den zunehmenden Wetterextremen wird unsere Arbeit immer wichtiger. Da Trockenheit, Stürme, Schnee und Eis eine große Gefahr für den Forst darstellen. Zugleich werden unser Bäume, insbesondere der Fichtenbestand, von einem massiven Borkenkäferbefall bedroht. Mancherorts müssen wir eine große Anzahl Fichten fällen, damit wir die Ausbreitung des Käfers eindämmen können. 
Umso mehr sind wir froh, wenn uns die Stadtwerke bei der notwendigen Veränderung im Wald helfen. Mit der Weißtanne haben wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht. Diese heimische Baumart ist sehr robust gegen Veränderungen und dem Klimawandel.“


Weißtanne
In diesem Jahr liegt der Fokus auf der Weißtanne. Dabei eignet sich der Nadelbaum für die Aufzucht klimatoleranter Mischwälder sehr gut. Ihr tiefreichendes Wurzelsystem macht sie sturmfest und erschließt damit tieferliegendes Wasser, was wichtig bei den zunehmenden Trockenperioden ist. Als Jungpflanze kommt sie gut mit Schatten zurecht. Sie kann daher bereits früh unter Altfichten gepflanzt werden, da sie vom Borkenkäfer, selten befallen wird. Dazu ist Tannenholz ebenfalls forstwirtschaftlich nutzbar. Als Bau- und Konstruktionsmaterial erfreut es sich großer Beliebtheit.

Das Thema Umwelt- und Klimaschutz hat seit jeher einen großen Stellenwert für die Stadtwerke Fürstenfeldbruck. Die Erzeugung von klimafreundlichem Strom aus Wasserkraft reicht über 100 Jahre zurück. Zugleich wird die konsequente Umsetzung der Energiewende Vorort durch den Bau von Photovoltaikanlagen auf Privat- sowie Gewerbegebäuden und Freiflächen vorangetrieben. Darüber hinaus erhalten alle Stadtwerke-Kunden 100 Prozent Ökostrom, der in Wasserkraftanlagen im Alpenraum erzeugt wird.


Initiative ‚Zukunftswald‘
Im Jahr 2017 wurde das langfristig angelegte Gemeinschaftsprojekt der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürstenfeldbruck und Starnberg, Waldbesitzern sowie den Stadtwerken Fürstenfeldbruck ins Leben gerufen. Hintergrund ist, dass die vorherrschenden reinen Fichtenbestände sehr anfällig gegenüber Schädlingen wie Borkenkäfern und Wind sind. Langfristig sollen die bestehenden Bestände mit stabilen Mischbaumarten angereichert werden. Bei Pflanzaktionen haben Bürger/-innen die Gelegenheit, Einblick in das Thema zu erhalten und gleichzeitig einen eigenen Beitrag für den Umweltschutz in der Region zu leisten. Insgesamt wurden bereits mehr als 3.500 Setzlinge bei den Aufforstaktionen gepflanzt.