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Nahaufnahme einer Elritze unter Wasser

Fischbesatz zur Stärkung der Elritzenbestände in der Amper

02.06.2026

Fürstenfeldbruck, 2. Juni 2026. Im Rahmen einer Artenschutzmaßnahme wurden Mitte Mai rund 1.600 laichfähige Jungfische der heimischen Fischart Elritze in die Amper und im Pucher Meer eingesetzt. Ziel der Gemeinschaftsaktion von den Stadtwerken Fürstenfeldbruck und dem örtlichem Bezirksfischereiverband ist es, den natürlichen Bestand der kleinen Schwarmfische langfristig zu stärken und wieder eine stabile Population in den örtlichen Gewässern aufzubauen. 

„Die Elritze zählt zu den ursprünglich in der Amper vorkommenden Fischarten. Leider ist ihr Bestand in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Umso mehr freut es mich, dass wir mit diesem Einsatz die Anzahl der Elritzen wieder auf ein konstantes Niveau bringen können. Diese Maßnahme ist zugleich Teil unserer Bemühungen, die biologische Vielfalt in der Amper zu erhalten“, erläutert Michael Heimrath, zweiter Vorsitzender des Bezirksfischereivereins Fürstenfeldbruck die Situation. Mirko Bugsch, Abteilungsleiter Energieerzeugung bei den Stadtwerke Fürstenfeldbruck fügt hinzu: „Die Verbesserung der Fauna und Flora sowie des Gewässerzustandes der Amper ist für uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb unterstützen wir diesen Fischbesatz. Unsere Hoffnung besteht darin, mit dem gezielten Einsatz laichfähiger Jungfische den aktuellen Bestand in den kommenden Jahren nachhaltig zu erweitern.
 
Hintergrundinformation zu den Fischarten 
Die Elritze (Phoxinus phoxinus) gehört zur Familie der Karpfenfische und ist in vielen klaren, sauerstoffreichen Fließgewässern Europas heimisch. Die kleinen, silbrig schimmernden Fische erreichen meist eine Größe von sechs bis zwölf Zentimetern und leben bevorzugt in Schwärmen. Während der Laichzeit zeigen insbesondere die männlichen Tiere eine auffällige Färbung mit rötlichen und dunklen Partien. 
 
Elritzen spielen eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht von Gewässern. Sie dienen zahlreichen größeren Fischarten und Wasservögeln als Nahrungsquelle und gelten zugleich als wichtiger Indikator für die Gewässerqualität. Ein stabiler Elritzenbestand spricht in der Regel für ein naturnahes und ökologisch intaktes Gewässer.