Trinkwasserpreise steigen
11.12.2025
Zum 1. Januar 2026 werden die Trinkwasserpreise im Stadtgebiet Fürstenfeldbruck, einschließlich der Ortsteile Gelbenholzen, Pfaffing und Lindach erhöht. Notwendige Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserversorgung machen diesen Schritt unumgänglich.
Der Verbrauchspreis für Tarifkunden wird von 1,62 Euro auf 1,72 Euro pro Kubikmeter angehoben. Ebenso steigt der Grundpreis für den Wasserzähler von 62 Euro auf 100 Euro pro Jahr. Ein 4-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 200 Kubikmetern pro Jahr zahlt im nächsten Jahr circa 58 Euro mehr.
„Die Trinkwasserversorgung der Stadt Fürstenfeldbruck zeichnet sich durch eine hohe Trinkwasserqualität und einen hohen Versorgungsstandard aus. Um dieses Niveau zukünftig weiter bieten zu können, müssen wir unsere Wasserleitungen kontinuierlich pflegen und modernisieren“, erläutert Christian Wiegner, Bereichsleiter für Technik bei den Stadtwerken Fürstenfeldbruck die Entscheidung. „Jährlich investieren wir annähernd 1,7 Mio. Euro in das Leitungsnetz. Damit wir mindestens kostendeckend arbeiten, werden wir einen Teil der Kosten an unsere Kunden weitergeben müssen.“
Hintergrundinformationen zur Trinkwasserversorgung
Das Wasserverteilnetz in Fürstenfeldbruck hat eine Länge von 122 km. Für den gewohnt hohen Versorgungsstandard werden Jährlich circa 2 % des Leitungsnetzes erneuert. In den Jahren zwischen 1990 und 2014 lagen die jährlichen Erneuerungsraten leider nur zwischen 0,0 bis 0,5 % des Leitungsnetzes. Dadurch hat sich fast 25 Jahre ein großer Investitionsstau aufgebaut. Seit dem Jahr 2014 werden nun die geforderten Erneuerungen im Leitungsnetz durchgeführt. Seitdem wurden bereits jährlich circa 1,5 % des Leitungsnetzes mit den dazugehörigen Hausanschlüssen ausgetauscht. Zukünftig will der regionale Versorger eine Quote von 2 % erreichen, um die Substanz in der Wasserversorgung zu erhalten. Seit 2014 bis heute investierten die Stadtwerke bereits 11 Mio. Euro in das Leitungsnetz.
Im Weiteren konnte der Wasserverlust im Versorgungsnetz auf unter zehn Prozent gesenkt werden. Undichte Stellen bei den Wasserleitungen können durch Korrosion, Materialermüdung oder Frostschäden entstehen. Diese müssen zeitnah behoben werden, um größere Leckagen zu verhindern. Im Vergleich dazu betragen die durchschnittlichen Wasserverluste der städtischen Versorgungsunternehmen in Bayern über zehn Prozent. Das Ziel für die Zukunft ist, die Verluste unter dem durchschnittlichen Niveau zu halten und weiter zu reduzieren. Damit können Kosten für die Rohrbruchsbehebung deutlich reduzieren werden.