Seismik: Forschungsprojekt
Tiefengeothermie-Potenzial wird erkundet
Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck, als lokaler Energieversorger, prüft gemeinsam mit der Stadt Fürstenfeldbruck sowie den Gemeinden Maisach, Emmering und Alling das Potenzial der Tiefengeothermie in der Region.
Die Stadtwerke sind Teil des Verbundes M Plus, dem auch die IEP Pullach und der Zweckverband Neufahrn Eching angehören. Gemeinsam bildet M Plus eine Kooperation mit dem vom Bund geförderten Forschungsprojekt GIGA M, das die Potenziale der Tiefengeothermie in der Region untersucht. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden großräumige seismische Messkampagnen im Raum München durchgeführt. Die Untersuchungen durch die Stadtwerke konzentrieren sich auf das Gebiet rund um Fürstenfeldbruck, Maisach, Emmering, Schöngeising und Alling.
Ziel ist es herauszufinden, ob sich Geothermie als klimaneutrale und zuverlässige Ergänzung zur bestehenden Fernwärmeversorgung eignet und langfristig stabile Heizkosten ermöglichen kann. Das macht die Energieversorgung unabhängig vom Ausland und bringt Wertschöpfung in unsere Region.
Untersuchungsgebiet
Das Untersuchungsgebiet der Stadtwerke Fürstenfeldbruck ist 66 km² groß. Es umfasst das Stadtgebiet Fürstenfeldbruck und Teile der Gemeinden Maisach, Emmering, Schöngeising und Alling.
Wie wird gemessen?
Beim sogenannten Permitting-Prozess (to permit = erlauben) werden die Grundstückseigentürmer und Pächter ausführlich informiert und um Erlaubnis gefragt, die betroffen Grundstücke betreten zu dürfen. Diese Arbeiten starten im März 2026 und werden von der Firma IPS (Informations- & Planungsservice GmbH) durchgeführt. Die Mitarbeiter der Firma IPS können bei Bedarf einen Stadtwerke Fürstenfeldbruck-Ausweis zeigen.
Für uns ist jeder einzelne der geplanten Messpunkte wichtig, daher bitten wir Sie um Ihre Unterstützung, indem Sie uns die nötige Erlaubnis erteilen. Wenn Sie Fragen zum Projekt haben, wenden Sie sich gerne an uns:
E-Mail: geothermie@stadtwerke-ffb.de
An zuvor festgelegten Messlinien werden hochempfindliche Erdmikrophone (Geophone) ausgelegt. Diese Mikrophone können Schallwellen aufzeichnen.
Ab voraussichtlich Juni/Juli 2026 fahren sogenannten Vibro-Trucks auf festgelegten Routen und erzeugen kurze, kontrollierte Schallwellen. Diese werden von den verschiedenen Gesteinsschichten im Untergrund unterschiedlich reflektiert.
Die hochempfindlichen Geophone zeichnen die Reflektionen auf. Die erzeugten Daten ergeben ein präzises dreidimensionales Bild des Untergrunds mit den thermalwasserführenden Schichten.
Seismische Untersuchungen helfen dabei, geologische Strukturen sichtbar zu machen, ohne den Boden großflächig aufgraben zu müssen.
Häufige Fragen
In den folgenden FAQ's finden Sie schnelle Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Seismik bei den Stadtwerken
Wie lange dauert die seismische Erkundung im Gebiet um Fürstenfeldbruck?
Die seismischen Erkundungen werden voraussichtlich im 2. und 3. Quartal 2026 erfolgen.
Wo werden die Vibro-Trucks zum Einsatz kommen?
Die Vibro-Trucks werden hauptsächlich auf breiten lastfähigen Wegen und Straßen fahren und auch dort zum Einsatz kommen bzw. “vibrieren”. Es ist nicht geplant, dass auf Wiesen und Naturgebieten gemessen wird.
Können die Vibrationen der Vibro-Trucks Schäden an Gebäuden erzeugen?
Es werden an umliegenden Gebäuden begleitende Messungen durchgeführt, um die Intensität der Vibrationen sowie die Einhaltung von Emissions- als auch Imissionswerten zu überwachen. Bei vergleichbaren Untersuchungen kam es zu keinerlei Schäden.
Wer bezahlt die seismischen Messungen?
Die Messungen bezahlen die Stadtwerke Fürstenfeldbruck und. Sie werden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert.
Gefördert durch:
Bundesförderung für effiziente Wärmenetze
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Referat 514 – Energieaudit, Wärmenetze, Einsparzähler
Viele Informationen übersichtlich auf einen Blick finden Sie auch in unserem Seismik-Flyer
Haben Sie Fragen?
Gerne können Sie sich bei Fragen an uns wenden. Sie erreichen uns unter:
E-Mail: geothermie@stadtwerke-ffb.de