Neue Preise für Trinkwasser ab 1. Januar 2019

(vom 16.10.2018)

Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck erhöhen zum 1. Januar 2019 den Verbrauchspreis für Trinkwasser. Der Aufsichtsrat hat dem Beschlussvorschlag für die Erhöhung in der vergangenen Sitzung zugestimmt.
Die Anpassung sieht eine Erhöhung des Verbrauchspreises von derzeit 0,91 Euro pro Kubikmeter (€/m3) brutto auf dann 1,02 €/m3 brutto vor. Auch die Grundpreise werden einmalig zum 1. Januar 2019 angepasst.

Für einen durchschnittlichen Vier-Personenhaushalt in einem Einfamilienhaus mit 200 Kubikmeter Verbrauch fallen rund 2,70 Euro mehr pro Monat an. Bei Mehrfamilienhäusern wirken sich die jährlichen Mehrkosten aufgrund der auf mehrere Haushalte zu verteilende Grundgebühr geringer aus.

„Wir nehmen die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser als eine verantwortungsvolle Aufgabe sehr ernst. Dafür sind wir auf ein leistungsfähiges und verlässliches Leitungsnetz angewiesen. Aus diesem Grund haben wir vor vier Jahren begonnen, dieses zu sanieren. Im Zuge dessen haben wir festgestellt, dass umfangreichere Investitionen erforderlich sind. Als Versorgungsunternehmen sind wir verpflichtet, die strengen gesetzlichen Anforderungen der deutschen Trinkwasserverordnung zu erfüllen und damit zu gewährleisten, dass nur Wasser von bester Qualität durch unser Leitungsnetz zu den Kunden fließt“, so Christian Wiegner, Leiter Erzeugung/Rohrnetze.

Mit der Sanierung des 122 Kilometer langen Leitungsnetzes sollen die mit 14 Prozent überdurchschnittlich hohen Netzverluste eingedämmt werden. Dies erfolgt im Wesentlichen mittels des Austauschs der bisher verwendeten Graugussleitungen durch duktile Gussleitungen. Die neuen Leitungen sind aufgrund ihrer Beschaffenheit elastischer, dadurch bruchfester und somit auch deutlich langlebiger.

Um die Leckagen – meist kleine Risse, durch die oft wenig, aber dauerhaft Wasser austritt – aufzufinden, haben die Stadtwerke für 20.000 Euro neue, leistungsfähigere Leckortungsgeräte angeschafft. Aufgrund der damit gewonnenen Erkenntnisse wurde klar, dass das Netz mehr Leckagen aufweist, als bis dahin angenommen.

In der Folge wurde das Sanierungskonzept neu überarbeitet, wobei eine Priorisierung nach Umfang und Größe der Leckagen in den einzelnen Leistungsabschnitten vorgenommen wurde. Pro Jahr werden jetzt im Netz etwa 1,6 Kilometer Leitungen erneuert. Dabei investieren die Stadtwerke Fürstenfeldbruck jährlich einen Betrag von rund einer Million Euro in die Trinkwasserversorgung.

„Unser Ziel ist es, die Verluste auf unter 10 Prozent zu senken. Das kommt letztlich allen Verbrauchern zugute. Selbstverständlich sind wir uns darüber im Klaren, dass eine Preiserhöhung immer eine zusätzliche Belastung für unsere Kunden darstellt. Wichtig war uns deswegen, dass wir im Bereich Trinkwasser zwar nicht weiter defizitär sind, aber auch keinen Gewinn abwerfen. Der Blick auf die Trinkwasserpreise in den benachbarten Kommunen oder in der Landeshauptstadt gibt uns recht: Auch in Zukunft haben die Stadtwerke Fürstenfeldbruck mit die günstigsten Trinkwasserpreise in der Region“, so Wiegner weiter.

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