33 Elsbeeren für die Kirchengemeinde Schöngeising-Holzhausen

Baumpflanzaktion

(vom 07.05.2018)

Wir beteiligen uns erneut an einer gemeinsamen Aufforstaktion im Rahmen der Initiative „Zukunftswald“. Dazu haben wir der Kirchengemeinde Schöngeising-Holzhausen 33 Setzlinge der Elsbeere überlassen, die Kirchenverwalter Andreas Joseph stellvertretend in Empfang nahm.

„Wir können die jungen Bäume gut gebrauchen, denn unser Wald wurde durch Borkenkäfer und Wind zuletzt ziemlich in Mitleidenschaft gezogen“, so Joseph bei der Übergabe.

Die Elsbeere war Baum des Jahres 2011. Sie ist im mittel- und südeuropäischen Raum heimisch, jedoch auch in warmen Gegenden Frankens sowie in kleinen Vorkommen im 5-Seenland zu finden. „Es ist sehr schön, dass die Initiative Zukunftswald gerade mit der Elsbeere fortgesetzt wird. Diese ist vielen Förstern in den Wäldern zwischen Isar und Ammersee seit langer Zeit bekannt – und das nicht nur, weil es sehr wertvoll ist“, erklärt Gero Brehm, Forstdirektor vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck.

Unter dem Namen "Schweizer Birnbaum" werden daraus Furniere und wertvolle Möbel gefertigt. Die Elsbeere kommt darüber hinaus mit Trockenperioden und Wärme besser als andere Bäume zurecht. Das weitausladende, tiefgründige Wurzelwerk lockert den Boden und festigt das Terrain für benachbarte Baumarten. Zur Blütezeit zieht die Elsbeere viele Insekten an und ist dann eine bedeutende Bienenweide. In Zeiten des Klimawandels ist die Elsbeere damit eine Baumart mit Zukunft.

Die Initiative „Zukunftswald“ ist ein langfristig angelegtes Gemeinschaftsprojekt der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürstenfeldbruck und Starnberg, Waldbesitzern sowie den Stadtwerken Fürstenfeldbruck. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die vorherrschenden reinen Fichtenbestände sehr anfällig gegenüber Schädlingen wie Borkenkäfern und Wind sind. Deren Vitalität sinkt durch die Klimaerwärmung rapide ab. Langfristig sollen die bestehenden Bestände mit stabilen Mischbaumarten angereichert werden. In diesem Jahr werden dazu 1.000 Setzlinge der Elsbeere an Waldbesitzer verteilt.

„Wir engagieren uns aus verschiedenen Gründen für das Projekt. Zunächst gewinnt der Wald künftig zunehmend an Bedeutung, weil er als grüne Lunge das Klimagas Kohlendioxid bindet und lebenswichtigen Sauerstoff produziert. Er ist zudem ein wichtiger Wasserspeicher und reinigt das Wasser, das wir für unser Trinkwasser benutzen. Der Fortbestand und die Gesunderhaltung des Waldes haben also höchste Priorität“, sagt Andreas Wohlmann, Leiter Vertrieb der Stadtwerke. Bereits im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke zum Auftakt 1.500 junge Weißtannen und Rotbuchen gesponsert und damit begonnen für jeden neuen Kunden einen Baum zusätzlich zu pflanzen.

Das Thema Umwelt- und Klimaschutz hat seit jeher einen großen Stellenwert für die Stadtwerke Fürstenfeldbruck. Die Erzeugung von klimafreundlichem Strom aus Wasserkraft reicht über 100 Jahre zurück. Die konsequente Umsetzung der Klimawende wird nun durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien wie Windkraft vor Ort mit eigenen Anlagen und überregionalen Beteiligungen vorangetrieben. Alle Kunden der Stadtwerke Fürstenfeldbruck erhalten 100 Prozent Ökostrom, der in Wasserkraftanlagen im Alpenraum produziert wird. Und auch für die Bewusstseinsbildung des Klimaschutzes setzen sich die Stadtwerke vermehrt ein. So wird der Umweltunterricht für Grundschulen und in der Sekundarstufe angeboten. Ausgewählte regionale Klimaschutzprojekte, wie die Aufforstinitiative, runden das weit gefächerte Engagement der Stadtwerke Fürstenfeldbruck ab.

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