Stadtwerke-Chef Steffens: „Unsere Windräder sind eine Werbung für Windkraft in Bayern“

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(vom 04.08.2016)

Erwartungen übertroffen: Betreiber ziehen eine sehr positive Zwischenbilanz.

 

Windkraft in der Region Fürstenfeldbruck ist nicht nur eine sehr klimafreundliche Art der Stromgewinnung, sie ist auch sehr erfolgreich. Dies war ein erfreuliches Fazit bei der vergangenen Gesellschafterversammlung im Juli.

„Die beiden Windenergieanlagen in Mammendorf und Malching übertreffen bislang unsere Erwartungen. Dies gilt sowohl für die Erzeugung als auch für die Umsatzerlöse“, zieht Enno Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck und der beiden Betreibergesellschaften WindEnergieAnlage Mammendorf GmbH & Co. KG sowie der WindEnergieAnlage Malching GmbH & Co. KG Bilanz.

Im ersten Halbjahr haben beide Windräder rund 18 Prozent mehr Windenergie erzeugt als für diesen Zeitraum ursprünglich prognostiziert wurde. „Dies lag in erster Linie an der unerwartet guten Windsituation, die deutlich über unseren Vorhersagewerten lagen. Selbst wenn sich diese in den kommenden Monaten wieder normalisiert, erwarten wir bis Jahresende immer noch ein Plus“, so Josef Heckl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Mammendorf.

Die höhere Erzeugung macht sich auch bei den Umsatzerlösen bemerkbar, die zum jetzigen Zeitpunkt mit je rund 23 Prozent (Mammendorf) und 21 Prozent (Malching) über den Planwerten liegen.

„Besonders erfreulich ist auch die hohe technische Verfügbarkeit, also die Zeit, an denen ein Windrad für Stromerzeugung bereit ist. Beide Anlagen weisen hier Werte von annähernd 100 Prozent aus. Auch das ist ein Grund für die gute Ausbeute“, erklärt Hans Seidl, Bürgermeister in Maisach.

Das Windrad in Mammendorf wurde im November 2014 ans Netz genommen, das baugleiche Modell in Malching im Oktober 2015. Seitdem liefern beide Anlagen ausreichend klimafreundlichen Strom, um damit rund 4.000 Haushalte versorgen zu können.

Insgesamt ist Stadtwerke-Chef Steffens sehr zufrieden und bedauert, dass die Rahmenbedingungen für weitere Windräder derzeit nicht gegeben sind: „Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass Kritik an der Windenergie hier in Fürstenfeldbruck fehl am Platz ist. Ganz im Gegenteil: Unsere Windräder sind ein gutes Beispiel dafür, dass Windkraft in Bayern seine Berechtigung hat. Durch einen sinnvollen Ausbau könnte die Energiewende forciert werden. Leider lässt dies die momentane Gesetzeslage nicht zu.“

Um das Engagement in die Windkraft voranzutreiben und das Ziel, die Energie künftig zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, nicht aus den Augen zu verlieren, investieren die Stadtwerke mit weiteren Unternehmen im fränkischen Oerlenbach in einen Windpark.

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