Sanierung des Amperdamms

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(vom 24.10.2014)

Die finale Phase der Sanierung des Amperdamms hat begonnen.
Nach Abschluss der Instandsetzungsmaßnahmen im kommenden März wird der Damm wieder standsicher sein und den aktuellen Richtlinien entsprechen.

Seit 1949 existiert der Amperdamm in seiner jetzigen Form. Er stellt nicht nur den Hochwasserschutz sicher, sondern dient auch dazu, die erforderliche Stauhöhe der Amper für den Betrieb des Wasserkraftwerks Obermühle sicherzustellen.

Bereits im Jahr 2006 wurde der zuständigen Aufsichtsbehörde, das Wasserwirtschaftsamt München, ein Gutachten vorgelegt, in dem unter anderem die Standfestigkeit des rund 1.500 Meter langen Damms bemängelt wurde. Ausschlaggebend hierfür waren neben dem Bewuchs durch Bäume und Sträucher auch die unzureichende Breite und Auslegung der Stauanlagen. Darüber hinaus entsprach der Dammkronenweg, also der Weg auf dem Damm, nicht mehr den derzeit gültigen Vorgaben. Daher wurde der Damm in den vergangenen fünf Jahren schrittweise saniert. Nun steht der letzte, 150 Meter lange Abschnitt am „Sportplatz auf der Lände“ an.

Die Maßnahmen sind in zwei Abschnitte aufgeteilt. Zunächst werden alle Bäume und Sträucher entfernt, durch deren Wurzelwerk die Stabilität des Dammes durch eindringendes Wasser dauerhaft beeinträchtigt werden kann. Außerdem könnte dieser Bewuchs bei starken Böen ebenfalls Schaden in Form von Windbruch und Entwurzelungen anrichten.

Die zweite Phase beginnt im Januar und umfasst im Wesentlichen die erforderlichen baulichen Veränderungen. Dabei wird die Dammkrone von derzeit zwei Metern auf dann 3,50 Meter verbreitert und der Damm erhält zwei Auffahrten. So ist im Verteidigungsfall das Befahren mit geeignetem Gerät auch dann noch gesichert, wenn eine Zufahrt blockiert oder der Damm einseitig nicht mehr befahrbar ist. Zudem wird das Freibord, also der Puffer zwischen Sollwasserspiegel der Amper und Dammkrone an jeder Stelle auf mindestens 80 Zentimeter angehoben, um auch bei sogenannten „Jahrhunderthochwässern“ keine Überflutung befürchten zu müssen.

Darüber hinaus wird die 120 Meter lange Tribüne entfernt. An deren Wand könnte sich nämlich Wasser sammeln und den Damm unterspülen. Gleichzeitig werden auch alle durch Bisamratten und Biber verursachten Löcher und Gänge verschlossen, denn auch diese wirken sich nachweislich negativ auf die Statik aus. Ganz brach liegen soll die Stelle aber auch in Zukunft nicht. Derzeit finden Überlegungen statt, inwieweit ein Ersatz unter Berücksichtigung sämtlicher Richtlinien und Vorgaben gefunden werden kann.

„Insgesamt wenden die Stadtwerke für die gesamte Sanierung einen Million-Beitrag auf“, so Enno Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH. „Ich halte dies aber nicht nur für eine lohnenswerte Investition in die Sicherheit der Bürger. Die Instandsetzung ist auch erforderlich, damit die Betriebserlaubnis für unser Wasserkraftwerk Obermühle nicht verfällt. Und somit Grundlage dafür, dass wir mit der Erzeugung von regenerativ erzeugtem Strom vor Ort weiter einen wichtigen Beitrag für die Energiewende und den Klimaschutz leisten können.“

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