Neue Trinkwasserpreise ab 1. August 2015

Bild

(vom 27.07.2015)

Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck erhöhen den Arbeitspreis für Trinkwasser. Die Anpassung erfolgt in zwei Schritten. Zum 1. August 2015 steigt der Preis von derzeit 61 Cent pro Kubikmeter (ct/m3) brutto auf 77 ct/m3 brutto, ab dem 1. August 2017 wird pro Kubikmeter Trinkwasser dann 91 ct/m3 brutto berechnet. Auch die Grundpreise werden einmalig zum 1. August 2015 angepasst. Der Beschlussvorschlag für die Erhöhung wurde bei der vergangenen Sitzung des Aufsichtsrats am 15. Juli 2015 einstimmig verabschiedet.

„Die Versorgung unserer Kunden mit Trinkwasser ist eine verantwortungsvolle, aber auch umfangreiche Aufgabe. Schließlich müssen wir dafür sorgen, dass die strengen gesetzlichen Anforderungen der deutschen Trinkwasserverordnung immer erfüllt werden und somit nur Wasser von bester Qualität durch unser Leitungsnetz zu den Kunden fließt“, so Enno Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH.

Genau der Zustand dieses Leitungsnetzes ist letztlich ausschlaggebend für die Preiserhöhung. Von den 85 Kilometern Versorgungsleitungen, über die die Stadtwerke verfügen, sind mehr als 60 Kilometer älter als 38 Jahre. Teile davon bestehen noch aus verzinktem Stahlrohr, das sehr korrosionsgefährdet ist und dringend erneuert werden muss. Besonders auffällig sind die hohen Verluste im Leitungsnetz. Mit 14 Prozent liegen diese deutlich höher als der Bundesdurchschnitt (8-12%). Insgesamt sind in den nächsten 5 Jahren Investitionen in Höhe von rund 3 Mio. EUR erforderlich, um die Verluste langfristig auf unter 10% zu reduzieren.
Zudem ist die Wasserversorgung der Stadtwerke seit Längerem defizitär. Die Erlöse aus den Grundpreisen decken nicht annähernd die Fixkosten des Netzbetriebes, die letzte Preisanpassung fand im Jahr 2007 statt.

Um die Versorgungssicherheit, die Trinkwasserqualität und den gewohnten Service weiter zu gewährleisten, war die Anpassung aus den vorgenannten Gründen dringend erforderlich geworden.

„Eine Preiserhöhung ist immer eine zusätzliche Belastung für unsere Kunden. Daher haben alle Verantwortlichen nach einer sozial verträglichen und vernünftigen Lösung gesucht. Eine wichtige Prämisse dabei war, dass wir uns nicht an der Trinkwasserversorgung bereichern. Ziel ist und bleibt das Erwirtschaften einer schwarzen Null“, so Steffens weiter.

Deutlich wird dies im direkten Vergleich zu den benachbarten Kommunen. Auch in Zukunft gehören die Stadtwerke Fürstenfeldbruck zu den Versorgern mit den günstigsten Trinkwasserpreisen in der Region.

Zur offiziellen Bekanntmachung

zurück