Allianz für Klimaschutz

(vom 21.09.2017)

Rund 60 Stadtwerke und Regionalversorger aus ganz Deutschland haben die „Stadtwerke-Allianz für Klimaschutz“ ins Leben gerufen. In einer gemeinsamen Erklärung appellieren sie an die aktuelle und zukünftige Bundespolitik, den deutschen Klimaschutzzielen wieder die notwendige politische Bedeutung in der Energiewende beizumessen. Auch die Stadtwerke Fürstenfeldbruck haben sich der Initiative angeschlossen.

Für die beteiligten Stadtwerke ist Klimaschutz ein entscheidender Teil ihres Daseinsvorsorgeauftrags. Darum haben viele Stadtwerke in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen für das Gelingen der Energiewende geleistet. Dieses Engagement werde durch die derzeitigen Rahmenbedingungen bestraft.

„Schon seit Beginn an engagieren wir uns für den Klimaschutz vor Ort: Angefangen von der Wasserkraft, über Fotovoltaik und KWK bis hin zu den eigenen Windrädern vor Ort und in Form von entfernten Beteiligungen. Jetzt werden unsere Investitionen gleich doppelt bestraft. Wir werden die angestrebten Klimaziele nicht erreichen und können unserem Auftrag für das Gemeinwohl nur noch schwer nachkommen“, sagt Enno W. Steffens, Geschäftsführer der Stadtwerke Fürstenfeldbruck, zur Beteiligung an der Initiative.

Aus Sicht der Unterzeichner der Stadtwerke-Allianz spielen energiepolitische Themen in den Wahlprogrammen der Bundestagsparteien eine viel zu geringe Rolle. Darum will die breite Allianz aus Stadtwerken dies im aktuellen Wahlkampf stärker in den Vordergrund rücken.

Die Stadtwerke fordern zusätzliche effektive Klimaschutzinstrumente ergänzend zum Emissionshandel, verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen für moderne Kraftwerke als Brückentechnologie ins regenerative Zeitalter. Dazu seien sinnvolle Konzepte für die lokale Verbindung von Energie, Wärme und Verkehr gerfragt. Im Bereich der Digitalisierung soll darüber hinaus die Rolle der kommunalen Unternehmen gestärkt werden, um sensible Daten nicht allein multinationalen Konzernen zu überlassen und passende Angebote für eine modernen Daseinsvorsorge entwickeln zu können.

„Wir sind bereit, mit unserer lokalen Verankerung und der Nähe zu den Menschen vor Ort weiterhin unseren Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten“, so Steffens weiter, „aber dafür brauchen wir die erforderliche politische Rückendeckung.“

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